Wer ist hier dumm, Frau Reiche?
"Sie sind alle so dumm - und ich bin Ihr Chef..."
So lautet mein Lieblingswitz im Asterix (General Strategus in „Asterix und die Goten“, Seite 22), denn er beschreibt einen typischen Hilferuf von scheiternden Führungskräften. Immer wieder berichten mir Führungskräfte von Problemen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die einfach ihren Job nicht richtig machen. Die sollen sich doch verdammt nochmal mehr anstrengen. "Aber ich kann machen, was ich will, es ändert sich nichts..."
Solche Gespräche erinnern mich immer wieder an diese Karikatur aus dem Asterix. Wenn die Mitarbeiter alle so dumm sind - was ist denn da der Anteil vom Chef? Wer ist denn für die Qualifizierung seiner Mitarbeitenden verantwortlich?
Aber hier geht es leider um etwas völlig anderes. In unserem Wirtschaftsministerium steckte eine Menge an Kompetenz. Doch zunächst hat Frau Reiche viele aus dem Weg geräumt, die unter Herrn Harbeck ordentliche Arbeit geliefert hatten und den Schwenk zu den erneuerbaren Energien auf die Schiene gesetzt hatten. Die verbleibenden Mitarbeitenden beklagten sich zunehmend über den Umgangsstil im Hause - und nun müssen sie auf dem Umweg über die Presse erfahren, wie Frau Reiche über sie denkt: Sie will Millionen an (vermutlich längst bekannte) Beratungsfirmen herauswerfen, weil ihre Mitarbeitenden im Ministerium es einfach nicht können.
Ein Chef, der so etwas über seine eigene Organisation sagt, beweist seine persönliche Unfähigkeit zu effektiver Führung. Frau Reiche - übernehmen sie gefälligst selbst Verantwortung für das Chaos, dass sie hier im Interesse ihrer früheren Arbeitgeber anrichten, und treten sie endlich zurück!
Frau Reiche findet doch immer wieder einen neuen Beweis ihrer Inkompetenz (oder ist es wirklich einfach schamloses Beutemachen für ihre fossilen Energiekonzerne?)
Wie man Rückschritt als Fortschritt verkauft ...
Schamlose Vertretung der Profitinteressen der Energiekonzerne im Ministeramt
Stoppt niemand Frau Reiche bei der Zerstörung unserer Energieversorgung? Nachdem CDU/CSU schon einmal die Innovationskraft der deutschen Industrie in Grund und Boden gestampft haben und dadurch das Knowhow unserer Photovoltaik-Industrie quasi nach China gejagt haben, war es unter der Ampelregierung gelungen, uns tatsächlich eine zukunftssichere Energieversorgung durch erneuerbare Energien aufzubauen. Laut Auswertungen des Fraunhofer Instituts (https://www.energy-charts.info/charts/renewable_share/chart.htm?l=de&c=DE&share=ren_share_total&interval=year) kamen 59% unserer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Also 59%, die nicht von Russland, USA, China, der Golfregion oder wem auch immer abhängig waren.
Die Lobbyistin Reiche hat mal wieder den Job gewechselt hat: Erst war sie als Staatssekretärin für die CDU in der Regierung, dann wechselte sie nahtlos zu einem fossilen Energieversorger und nun wieder nahtlos zurück in die Regierung als Ministerin und ebenso nahtlos setzt sie ihre wirtschaftliche und politische Linie fort. Als säße die fossile Energiewirtschaft direkt am Kabinettstisch.
In dem sie den Anschlusszwang für erneuerbare Energiequellen (Windräder, Photovoltaik) abschaffen will, legt sie die Macht über die weitere Entwicklung erneuerbarer Energien genau in die Hände derer, die an den fossilen Energieträgern verdienen.
Der teilweise marode Zustand unserer Stromnetze, die schleppende Installation digitaler Stromzähler, bei der wir um viele Jahre hinter unseren Nachbarländern zurückliegen, sind der Tatsache geschuldet, dass die Netzbetreiber lieber horrende Margen an veralteten Netzen verdienen, statt in Innovation zu investieren.
Geht es noch skandalöser? Das Einzige, was noch schlimmer wäre, ist wohl die Gefahr einer Regierungsbeteiligung der AfNix – während Reiche schamlos die Interessen einer bestimmten Industrie vertritt, bereichern sich die AfNix-Parlamentarier lieber selbst, in dem sie ihre Familien auf Staatskosten versorgen.
Wo ist also der Ausweg und wie stoppt man diese Sabotage an unserer Zukunft?